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Institut Verkehr und Raum

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Schwerpunkt Verkehrsmodellierung

Thüringen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten wie kaum ein anderes Bundesland Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur erlebt. Dieser Umstand in Verbindung mit dem gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel hat erheblichen Einfluss auf das Verkehrsgeschehen, Mobilitätsverhalten, Standortentscheidungen, Energieverbrauch, Umwelt und weiteres mehr.

Das Wissen um historische, bestehende und insbesondere um die sich zukünftig einstellenden Verkehrsverhältnisse ist ein maßgebender Baustein in der Arbeit von Verkehrsunternehmen, Fachbehörden und Ingenieurbüros und bildet die Basis für fachliche und finanzpolitische Entscheidungen.

Verkehrsnachfragemodelle sind ein zentrales Planungsinstrument. Sie befassen sich aus quantitativer Sicht mit der Inanspruchnahme des Verkehrsangebots sowie der zugrunde liegenden Verkehrsinfrastruktur für Ortsveränderungen von Personen und Gütern und bilden die Wirkungszusammenhänge mathematisch ab.

Hierzu ist die Kenntnis der regional-strukturellen Bestimmungsgründe von Wirtschaftsverkehr und Mobilität ebenso unerlässlich wie die Abbildung der Verhaltensmuster von Versendern bzw. Verkehrsteilnehmern. Nach welchen Kriterien wählen bestimmte Nachfragergruppen ihre Fahrziele aus? Welche Gruppen ziehen es vor, mit dem Pkw zu fahren? Wer sind die Nutzer des öffentlichen Personenverkehr? Wie verteilt sich die Verkehrsnachfrage im Wochenverlauf? All dieses ist sich ändernden soziodemografischen, wirtschaftlichen und raumstrukturellen Randbedingungen unterworfen, so dass diese Entwicklungen erfasst und die Modelle in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben werden müssen.

Im Ergebnis der Verkehrsmodellierung können Aussagen zu Verkehrsbelastungen, Fahrgastzahlen und einer Vielzahl von verkehrlichen Kenngrößen für den Individual- oder öffentlichen Verkehr (IV, ÖV) getroffen und darauf basierend Empfehlungen für Entscheidungsträger gegeben werden.

Das am Institut Verkehr und Raum entwickelte und betriebene Integrierte Verkehrsmodell Thüringen  steht für einen Verkehrsträger übergreifenden Forschungs- und Planungsansatz. Es beruht auf den seit 2007 bestehenden Forschungskooperation mit dem Thüringer Landesamt für Straßenbau (jetzt: Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr TLBV) und der Nahverkehrsservicegesellschaft mbH (NVS). 

Mit Hilfe des Thüringen-Modells können sowohl landesweite Fragestellungen beantwortet als auch spezifische Objektplanungen unterstützt werden. Des Weiteren findet es Eingang in die Lehre im Bereich der Masterausbildung. Aktuelle verkehrliche Aufgabenstellungen sind typischer Weise Gegenstand von Bachelor-, Master und Projektarbeiten.

Tätigkeitsfelder im Bereich der Verkehrsmodellierung sind:

  • Entwicklung und Laufendhaltung von Verkehrsmodellen als Clearingstelle
  • Fahrgastprognosen und Optimierung der Angebotsplanung des SPNV
  • Wissenschaftliche Begleitung der Straßeninfrastrukturplanung des Landes
  • Nachfrage nach Lkw- und Mitfahrerparkplätzen an Bundesautobahnen
  • Volkswirtschaftliche Bewertungs- und Entscheidungsverfahren (BVWP, RIN)
  • Datenaufbereitung zu Umweltbelangen (Lärm, Flächenverbrauch, Landschaftszerschneidung)

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Betriebsw.(VWA) Norman Hesse






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