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Institut Verkehr und Raum

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Verkehrsmodell Thüringen - Prognose ÖPNV Nordthüringen

Das Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt verfolgt seit 2005 das Ziel, ein integriertes Verkehrsmodell für den Freistaat Thüringen aufzubauen.

Das Teilmodell für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für Thüringen wird seit Ende 2007 in Kooperation mit der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH (NVS) entwickelt. Ziel ist es, Nachfragedaten auf dem Linienangebot abzubilden und Nachfragereaktionen für ein verändertes Angebot abzuschätzen. Grundlage für das ÖPNV-Modell ist das physische Schienen- und Straßennetz sowie die Verkehrsbezirkseinteilung, die auch dem MIV-Teilmodell zugrunde liegt. Das MIV- und das ÖPNV-Teilmodell werden schließlich zu einem integrierten Verkehrsmodell zusammengeführt, so dass eine verkehrssystemübergreifende Angebotsmodellierung wie auch eine konsistente Nachfragemodellierung erstellt werden kann.

Für die Vorbereitung von SPNV-Bestellungen und die Entwicklung eines tragfähigen Zielkonzepts für den ÖPNV in Thüringen ist eine Bewertung der aktuellen und zukünftigen Gegebenheiten unabdingbar. Insbesondere zur Rekonstruktion der aktuellen sowie zur Abschätzung der zukünftigen Beförderungszahlen müssen umfangreiche Bestände an Verkehrsangebots-, Verkehrsnachfrage- und Strukturdaten herangezogen, prognostiziert neu aufgebaut und nachhaltig verbessert werden. Basierend auf diesen Daten lassen sich Nachfragereaktionen der Verkehrsteilnehmer vorausberechnen. So besteht die Möglichkeit, u. a. Aussagen über künftige Verkehrsangebote und Verkehrskostenentwicklungen zu treffen.

Als maßgebende Planungsgrundlage für Besteller und Betreiber sind Kenntnisse der künftigen Fahrgastzahlen notwendig. Das Institut Verkehr und Raum wurde im Rahmen der Ausschreibung des Dieselnetzes Nordthüringen beauftragt, eine Nachfrageprognose für das Jahr 2014 zu erstellen. Im Rahmen dieser Untersuchung wird das ÖPNV-Angebot für den Raum Nordthüringen für den Analysefall 2009 sowie für den Prognosefall 2014 modelliert. Weiterhin werden Aufkommensmatrizen für den Analyse- und den Prognosefall mit Hilfe des Verkehrsnachfragemodells, welches wiederum auf Struktur- und Mobilitätsdaten zurückgreift, erstellt. Diese Matrizen werden zur Ermittlung der Linienbesetzungszahlen in das jeweils entsprechende ÖPNV-Netz umgelegt.

Projektleitung:
F. Heinitz

Ansprechpartner:
D. Pataki Nagy
A. Sandig

Laufzeit:
Dez. 2009 - Dez. 2010

Thematik:
Verkehrsnachfrage
Verkehrskonzepte

Methoden:
Verkehrsmodellierung
Verkehrswirtschaftliche Analyse

Auftraggeber:
NVS

 

 

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