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Forschungsvorhaben

Position der Ingenieurkammer bei der Entstehung und Entwicklung von Geschäftsmodellen und Ecosystemen im Zuge der Digitalisierung in der Baubranche

Das Forschungsprojekt ist ein Teilprojekt des kooperativen Promotionsvorhabens mit dem Titel "Digital Transformation - implications for business models and ecosystem structure. Empirical findings from the German construction industry".

INFORMATIONEN ZUM FORSCHUNGSPROJEKT

Ziel des ersten Teilprojekts ist es, explorative Einblicke in die Rolle der Ingenieurkammer Thüringen im Zusammenhang mit der Einführung von Building Information Modeling (BIM) zu gewinnen sowie mehr zu erfahren über Auswirken auf die Geschäftsmodelle und Interaktion der Unternehmen der Baubranche. Zu diesem Zweck wird eine qualitative Erhebung in Form von Interviews mit verschiedenen miteinander verbundenen Akteuren durchgeführt. Geplant sind im Oktober und November 2018 Gespräche mit dem Vorstand sowie verschiedenen Mitgliedern der Ingenieurkammer Thüringen. Die Auswahl der Gesprächspartner/-innen erfolgt mit Hilfe der Kammergeschäftsführung, Herrn Dr. Löbig und Frau Wellendorf. Nach der Auswertung der ersten explorativen Studie ist aufbauend auf den Ergebnissen eine breit angelegte Befragung unter den Mitgliedern der Kammer zur Untersetzung ausgewählter Themenbereichen geplant.

Wenn Sie sich in der Interviewphase bis Ende 2018 beteiligen möchten und / oder Fragen zum Forschungsvorhaben haben, wenden Sie sich gern an:

Christiane Gottwald, Fachhochschule Erfurt, Fakultät Wirtschaft-Logistik-Verkehr,

E-Mail-Adresse: christiane.gottwald@no - spam.fh-erfurt.de, Tel: 0361 / 6700 - 174

HINTERGRÜNDE ZUM PROMOTIONSVORHABEN:

Dank der sich kontinuierlich und schnell weiterentwickelnden digitalen Technologien ergeben sich immer neue Möglichkeiten der Befriedigung von Kundenbedürfnissen, der Unternehmensgestaltung und der Zusammenarbeit. Gleichzeitig ändern sich auch die Anforderungen der Kunden und die Möglichkeiten der Einflussnahme durch Kontrahenten und nicht-unternehmerische Meinungsbildner auf den Erfolg eines Unternehmens. Diese Entwicklungen begründen das Interesse der Praxis und der Forschung an Konzepten der Unternehmensführung, die Zusammenhänge und Wertschöpfung für den Kunden in den Fokus rücken. Das Konzept der Geschäftsmodelle (business models) und der Ansatz von (Wirtschafts-)Ecosystemen erfüllen diese Anforderungen.

Was ist verbirgt sich dahinter? Es gibt unterschiedliche Definitionen des Begriffs Geschäftsmodell. Im Kern adressieren Geschäftsmodelle die Logik und das Zusammenspiel von Wertangebot, Wertschöpfung und Wertgenerierung aus Sicht eines Unternehmens. Durch das zunehmend vernetzte Agieren der Unternehmen entstehen neue Formen der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit, sogenannte Ecosysteme. In einem Ecosystem erstellen und koordinieren mehrere Akteure ein gemeinsames Wertangebot für den Kunden. Ecosysteme sind komplexe Konstrukte mit vielen Akteuren und Interaktionen – wie sich vom aus der Biologie abgeleiteten Begriff vermuten lässt. Im betriebswirtschaftlichen Kontext ist das Besondere der Ecosysteme, dass die die Akteure zwar stark voneinander abhängig sind, aber nur indirekte Verbindungen zueinander und somit begrenzte Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten haben. Zum Beispiel ist die Baubranche in Deutschland gekennzeichnet durch direkte und indirekte Verbindungen zwischen öffentlichen Institutionen (sowohl als Gesetzgeber und finanzielle Förderer als auch Kunden), Architekturbüros, Planungsbüros, bauausführende Unternehmen, Softwarehersteller und Materialhersteller sowie –händler und den Endkunden.

Wenn neue Technologien und Verfahren sich am Markt etablieren, was bedeutet das für die Ecosysteme? Wie reagieren die bestehenden Unternehmen? Welche Auswirkungen haben die Marktentwicklungen auf ihre Geschäftsmodelle? Wie verändern neue Marktakteure mit ggf. innovativen Geschäftsmodellen die Branche und deren Ecosysteme? Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht ist vor allem das wechselseitige Zusammenspiel zwischen Geschäftsmodellen einzelner Akteure mit dem gemeinsamen Ecosystem von Interesse, aus dem sich noch zahlreiche bislang unbeantwortete Forschungsfragen ergeben. Die übergeordneten Forschungsziele des Promotionsvorhabens sind demnach: (1) Den Stand der Forschung über das Zusammenspiel zwischen Ecosystemen und den Geschäftsmodellen der zusammenhängenden Unternehmen erweitern. (2) Einblicke in die Auswirkungen der digitalen Transformation auf bestehende Ecosysteme gewinnen. Die empirischen Befunde werden in der deutschen Baubranche anhand verschiedener Technologien erhoben: Computer-Aided Design CAD, Building Information Modeling BIM, Smart Buildings und Roboter.

Im Vergleich zur Telekommunikations- und Medien- sowie der Automobilbranche ist die digitale Transformation in der Baubranche noch nicht sehr weit fortgeschritten. Die Unternehmen werden jedoch kurz- bis mittelfristig um eine Integration der neuen Technologien nicht herumkommen, da entsprechende gesellschaftliche Anforderungen und die Gefahr des Marktverlustes an Unternehmen, die neu in den Markt eintreten, sie dazu zwingen. Aus den Beobachtungen dieser Veränderungen lassen sich interessante Ergebnisse für die Forschungsziele gewinnen. Bislang liegen wenige empirische Daten aus der (Deutschen) Baubranche vor. Mit Nutzen für die Praxis werden aus den Ergebnissen Empfehlungen für das Management der Geschäftsmodelle eines Unternehmens sowie der Ecosystem-Strategie abgeleitet. Zudem ergeben sich zusammen mit den Erfahrungen anderer Branchen hilfreiche Einblicke und Leitlinien für Unternehmen und Verbände sowie Kammern der Baubranche zur erfolgreichen Umsetzung der digitalen Transformation.

Durchführung des Forschungsvorhabens:
Dipl.-Kffr. Christiane Gottwald, Doktorandin der FH Erfurt, Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften
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Wissenschaftliche Begleitung des Promotions-/ Forschungsvorhabens:
Prof. Dr. Stefan Landwehr, Professor für ABWL, insbesondere Supply Chain Management,
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sowie Prof. Dr. Sabrina Schneider, Fachgebiet Betriebliches Technologiemanagement der Universität Kassel,
Link zur  Lehrstuhlseite

Unterstützung der empirischen Arbeit:
Vorstand der Ingenieurkammer Thüringen sowie die Geschäftsführung der Kammer,
Link zum Webauftritt der Kammer

Kooperationspartner in der FH Erfurt:
Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Fischer, Professor für Massivbau / Ingenieurbauwerke, Fachrichtung Bauingenieurwesen,
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