Fachhochschule Erfurt - Fachrichtung Verkehrs- und Transportwesen

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Fachrichtung Verkehrs- und Transportwesen

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Integriertes Verkehrsmodell Thüringen

Straßennetz des Verkehrsmodells, bestehend aus mehr als 47.000 routingfähigen Teilstrecken - hier gezeigt im Zustand des Jahres 2005

In Kooperation zwischen dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, der Nahverkehrsservicegesellschaft des Landes und dem Institut für Verkehr und Raum wird das Verkehrsmodell Thüringen ständig fortgeschrieben und erweitert. Es ist zugleich Forschungswerkzeug, Clearingstelle für regionale Verkehrsdaten und eine wichtige Grundlage für viele Projekte, die am Institut Verkehr und Raum bearbeitet werden.

Dieses Modell besteht aus zwei Bausteinen, welche jeweils auf der Struktur- und Mobilitätsdatenbank fußen.

Zum einen das Teilmodell für den Motorisierten Individualverkehr (MIV), welches Bezug auf die regionale sowie überregionale Straßeninfrastruktur nimmt. Die Modellergebnisse sollen unter anderem Anwendung finden als:

  • Basis für zukünftige Investitionsentscheidungen
  • Grundlage für Baurechtschaffung
  • Anmeldung zum Bedarfsplan für Bundesfernstraßen
  • Voraussetzung zur technischen Dimensionierung und Auswirkungsabschätzung bei Neu- und Ausbaumaßnahmen

Mit Hilfe dieses Teilmodells können auch verschiedene landesplanerische Aufgabenstellungen untersucht werden.

Der zweite Baustein des Verkehrsmodells Thüringen ist das Teilmodell für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dieses beinhaltet die Nachfrage, die schienen- und straßengebundene Infrastruktur, das Fahrplanangebot und Grundzüge des Tarifsystems.  Mit diesem Teilmodell sollen aktuelle und zukünftige

  • Beförderungszahlen,
  • Auswirkungen auf Nahverkehrspläne und externe Szenarien,
  • Änderungen der Nachfrage aufgrund verschiedener Angebote

ermittelt werden. Das Magazin "RegioTakte" der Nahverkehrsservicegesellschaft berichtete über das Teilprojekt in seiner Ausgabe 10/2010.

Die zugrunde liegenden Struktur- und Mobilitätsdaten, die sich daraus ergebende Verkehrsnachfrage und die von Überlandbussen genutzte Straßeninfrastruktur sind Verbindungsteile der beiden Bausteine.

Durch das Integrierte Verkehrsmodell Thüringen können mithin in den jeweiligen Bereichen MIV und ÖPNV derzeitige und historische Zustände nachgebildet sowie Prognosen realisiert werden. Diese sollen insbesondere der Entscheidungsunterstützung auf dem jeweiligen Gebiet dienen.

Es existieren Schnittstellen zu folgenden implementierten Bewertungsverfahren:

- Nachkalkulation von EFRE-Infrastrukturprojekten
Die wirtschaftliche Analyse umfasst die Bewertung des Beitrags, den das über den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanzierte Vorhaben zum wirtschaftlichen Wohlergehen einer Region oder eines Landes - bei einem Betrachtungszeitraum von 35 Jahren nach Beendigung der Bauarbeiten -leistet.

- Nutzen-Kosten-Analyse im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung (BVWP)          Dieser Teil des gesamtwirtschaftlichen Bewertungsverfahrens geht der Frage nach, ob sich eine Verkehrsinvestition für die Gesellschaft überhaupt rechnet und welche der Maßnahmen vordringlich verwirklich werden sollten. Hierzu werden den Investitionskosten alle projektbedingten Effekte, abgebildet auf Zahlungsströme, die auf einen Referenzteitpunkt abgezinst werden, gegenübergestellt. Im Rahmen des Verkehrsmodells Thüringen wurden die Verfahren der BVWP 2003 sowie der aktuellen BVWP 2015 implementiert und angewendet.

Richtlinie Integrierte Netzgestaltung (RIN) 


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